Die Insel Rügen
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Die Insel Rügen ist die grösste deutsche Insel und liegt in der Ostsee. Sie wird durch den Strelasund von Vorpommern getrennt; Grösse: ca. 1.100 qkm, Küstenlänge: 570 Km, Hauptstadt: Bergen. Benachbarte Inseln sind Ummanz, Hiddensee, Vilm, Schaprode u. a. Die Insel besteht aus dem fast ebenen Kernland Süd- und West-Rügens und dem Hügelgebiet Nord- und Ost-Rügens. Im Norden die Halbinsel Wittow mit Kap Arkona, dem nördlichsten Punkt der Insel, im Osten der Jasmund-Nationalpark mit Stubbenkammer und Mönchgut.
Genaugenommen ist "Insel" ein etwas irreführender Begriff für Rügen, denn rund um das Kernland reihen sich mehrere Halbinseln aneinander. Den krakenhaft verschlungenen Landzungen und Meeresarmen verdankt Rügen seine Küstenlänge.
Landwirtschaft und Fischfang, Handel, Kreidekalkabbau, Badebetrieb (Sassnitz, Sellin, Binz, Breege u. a.).
Im Süden liegt die Stadt Garz mit altwendischem Burgwall (Charenza). Der 2,5 km lange Rügendamm zwischen Stralsund und Altefähr verbindet seit 1936 die Insel mit dem Festland.
Geschichte: Die nach dem Abzug der Germanen von Slawen bewohnte Insel wurde 1168 durch Waldemar I. von Dänemark erobert und missioniert. Nach dem Tod des letzten rügischen Fürsten Wizlaw III. († 1325) wurde Rügen mit Pommern vereinigt. 1648 fiel es im Westfälischen Frieden an Schweden. Im Frieden von Kiel 1814 trat Schweden Vorpommern und Rügen an Dänemark ab. 1815 kamen diese Gebiete an Preußen. Seit 1945 gehörte Rügen mit Vorpommern zu Mecklenburg; 1952 wurde die Insel dem Bezirk Rostock zugeteilt.
1.)Quelle: Bertelsmann-Lexikon, Lexikothek.
2.)promobil, Touren-Buch Deutsche Küste.
Wie ein natürlicher Zeittunnel wirkt die "Alte Bäderstraße, die über Gustrow, Garz und Putbus bis nach Sellin auf der Halbinsel Granitz führt. Eine sehenswerte Station ist Putbus, das Graf Wilhelm Malte I. im 19. Jahrhundert zur Residenzstadt ausbaute. Die großzügige Anlage begeistert heute noch. Im Mittelpunkt der Stadt liegt der Circus, eine kreisrunde Anlage, umsäumt von 16 weiß getünchten Gebäuden mit dem Obelisken in der Mitte. Eine schnurgerade Allee verbindet den Circus mit dem Marktplatz. Der nahe Schlosspark im Stil eines englischen Landschaftsgartens gehört zu den schönsten in Norddeutschland.
Den Stürmen der Jahrhunderte trotzte auch der "Rasende Roland". Mit asthmatischem Schnaufen, einem schrillen Pfeifton und einer intensiven Rauchwolke kündigt sich die Schmalspurbahn an, die seit 1895 von Putbus zu den Seebädern im Osten Rügens zuckelt. Die Geschwindigkeit von knapp 30 Stundenkilometern ist nicht gerade atemberaubend, der Charme aber verführt so manchen Feriengast zu einem ungeplanten Abenteuer.
Eisenbahn-Fans können sich auf dem "Rasenden Roland" von den Mitgliedern des "Fördervereins zur Erhaltung der Rügenschen Kleinbahn" zu Ehren-Lokführern ausbilden lassen - auf der Insel werden Jugendträume wahr.
Vom Haltepunkt "Jagdschloss" ist es nur ein kurzer Fußmarsch zum 105 Meter hohen Tempelberg, den ein anderes Relikt aus alten Zeiten krönt: das Jagdschloss Granitz. Auch dieses herrschaftliche Anwesen mit seinen runden, zinnenbewehrten Türmchen geht auf ein Projekt des baufreudigen Fürsten Wilhelm Malte I. von Putbus zurück.
Endstation der Zuckelbahn ist das Ostseebad Göhren - neben Binz und Sellin das bekannteste Seebad auf Rügen. Kilometerlange Strände mit feinem Sand zieren die Küsten, wechseln sich ab mit Steilhängen und der mittelgebirgsähnlichen Hügelkette der Granitz.
Lange vor Sylt war Binz einstmals das mondänste Seebad Deutschlands. Seit den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts strömten die Urlaubsgäste in das schmucke Rügener Städtchen im Talkessel zwischen Prorer Wiek und Schmachter See. Strand-, Seebrücken-, Folklore- und Gartenfeste halten im Sommer die Gäste in den berühmten Seebädern in Atem.
Eine andere Atmosphäre zeigt sich in Thiessow an der äußersten Südostspitze der Insel. Das ehemalige Lotsen- und Fischerdorf ist ruhiger und beschaulicher als die berühmten Badeorte und daher auch nicht ganz so überlaufen. Und Thiessow rühmt sich einer weiteren Attraktion: Die Einheimischen sind stolz darauf, dass ihr 400-Seelen-Ort die geringsten Niederschläge an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern hat.
In Sassnitz, der zweitgrößten Stadt Rügens, beginnt der Hochuferweg, der dem schönsten Küstenabschnitt auf der Halbinsel Jasmund folgt: vorbei an den Wissower Klinken bis zum Königsstuhl - dem berühmten Kreidefelsen - und weiter bis zum sagenumwobenen Herthasee, dem Badeplatz einer germanischen Göttin.
Quelle: promobil, Touren-Buch Deutsche Küste.
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Windstärken-Skala nach Beaufort und Seegang nach Petersen
Wind- stärke
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Bezeichnung der Windstärke
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Auswirkungen des Windes auf die See
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Wind min./max.
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kn
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See- gang
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Bezeichnung des Seegangs (Windsee)
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0 |
Stille |
Spiegelglatte See |
0,0 - 0,2 m/sec, bis 720 m/h |
1 |
0 |
völlig ruhige, glatte See |
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1 |
leiser Zug |
Kleine schuppenförmig aussehende Kräuselwellen ohne Schaumköpfe |
0,3 - 1,5 m/sec, 1 - 5 km/h |
1 - 3 |
1 |
ruhige, gekräuselte See |
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2 |
leichte Brise |
Kleine Wellen, noch kurz, aber ausgeprägter. Die Kämme sehen glasig aus und brechen nicht aus. |
1,6 - 3,3 m/sec, 6 - 11 km/h |
4 - 6 |
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3 |
schwache Brise |
Kämme beginnen sich zu brechen. Schaum überwiegt glasig, ganz vereinzelt können kleine weiße Schaumköpfe auftreten. |
3,4 - 5,4 m/sec, 12 - 19 km/h |
7 - 10 |
2 |
schwach bewegte See |
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4 |
mäßige Brise |
Wellen noch klein, werden aber länger, weiße Schaumköpfe treten schon ziemlich verbreitet auf. |
5,5 - 7,9 m/sec, 20 - 28 km/h |
11 - 15 |
3 |
leicht bewegte See |
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5 |
frische Brise |
Mäßige Wellen, die eine ausgeprägt lange Form annehmen. Überall weiße Schaumköpfe. Ganz vereinzelt kann schon Gischt vorkommen. |
8,0 - 10,7 m/sec, 29 - 38 km/h |
16 - 21 |
4 |
mäßig bewegte See |
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6 |
starker Wind |
Bildung großer Wellen beginnt. Kämme brechen sich und hinterlassen größere weiße Schaumflächen. Etwas Gischt. |
10,8 - 13,8 m/sec, 39 - 49 km/h |
13 - 27 |
5 |
grobe See |
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7 |
steifer Wind |
See türmt sich. Der beim Brechen entstehende weiße Schaum beginnt sich in Streifen in die Windrichtung zu legen. |
13,9 - 17,1 m/sec, 50 - 61 km/h |
28 - 33 |
6 |
sehr grobe See |
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8 |
stürmischer Wind |
Mäßig hohe Wellenberge mit Kämmen von beträchtlicher Länge. Von den Kanten der Kämme beginnt Gischt abzuwehen. Schaum legt sich in gut ausgeprägten Streifen in die Windrichtung. |
17,2 - 20,7 m/sec, 62 - 74 km/h |
34 - 40 |
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9 |
Sturm |
Hohe Wellenberge, dichte Schaumstreifen in Windrichtung. Rollen der See beginnt. Gischt kann die Sicht schon beeinträchtigen. |
20,8 - 24,4 m/sec, 75 - 88 km/h |
41 - 47 |
7 |
hohe See |
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10 |
schwerer Sturm |
Sehr hohe Wellenberge mit langen überbrechenden Kämmen. See weiß durch Schaum. Schweres stoßartiges Rollen der See. Sichtbeeinträchtigung durch Gischt. |
24,5 - 28,4 m/sec, 89 - 102 km/h |
48 - 55 |
8 |
sehr hohe See |
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11 |
orkanartiger Sturm |
Außergewöhnliche hohe Wellenberge. Durch Gischt herabgesetzte Sicht. |
28,5 - 32,6 m/sec, 103 - 117 km/h |
56 - 63 |
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12 |
Orkan |
Luft mit Schaum und Gischt angefüllt. See vollständig weiß. Sicht sehr stark herabgesetzt. Jede Fernsicht hört auf. |
32,7 - 36,9 m/sec, 118 - 133 km/h |
64 - 72 |
9 |
außergewöhnlich schwere See |
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13 |
Orkan |
(1949 wurden die Orkanstärken um 5 Stärkegrade erweitert.) |
37,0 - 41,4 m/sec, 134 - 149 km/h |
72 - 80 |
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14 |
Orkan |
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41,5 - 46,1 m/sec, 150 - 166 km/h |
81 - 90 |
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15 |
Orkan |
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46,2 - 50,9 m/sec, 167 - 183 km/h |
90 - 99 |
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16 |
Orkan |
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51,0 - 56,0 m/sec, 184 - 202 km/h |
99 - 109 |
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17 |
Orkan |
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über 56,0 m/sec, über 202 km/h |
über 109 |
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Alle Angaben ohne Gewähr! Quelle: www.janmaat.de/seegang.htm
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